Die Piste misst 8 Kilometer aus Stein und Staub. Man erreicht den Parkplatz mit staubweißen Scheiben und großem Durst. Die Lagune liegt dort unten – es bleiben noch 25 Minuten zu Fuß, um sie zu erreichen.
Was wir gelernt haben
Bei unserem ersten Mal kamen wir um 10:30 Uhr an. Die Lagune war da, das Wasser hatte genau diese Farbe. Doch der Strand war voll, der Weg in beide Richtungen verstopft. Wir warteten eine Stunde, bis er sich leerte. Im Jahr darauf brachen wir im Morgengrauen auf.
„Nächstes Mal kommen wir vor den anderen.“ – meine älteste Tochter, auf dem Rückweg.
↓ Was das konkret für die Planung des Tages bedeutet.
Schon die Anfahrt mit dem Auto ist ein Abenteuer. Vergessen Sie glatten Asphalt: Hier warten 7 Kilometer staubige Piste am Rand steiler Felswände, oft eskortiert von wilden Ziegen. Der Parkplatz hoch über der Küste ist nur die erste Etappe – danach folgt ein rund zwanzigminütiger Abstieg zu Fuß. Doch schon in der ersten Kurve des Pfads trifft einen der Anblick mit voller Wucht. Tief unten öffnet sich die Lagune, ein irreales Spektrum aus Blautönen, das scharf mit dem ockerfarbenen Fels kontrastiert.
Unten angekommen, verleihen der feine Sand und das unglaublich klare, warme Wasser – im Sommer bisweilen bis zu 28 °C – das Gefühl, am Ende der Welt zu stehen. Man watet dutzende Meter mit Wasser bis zu den Knöcheln, den weiten Horizont vor sich. Die flache Lagune lädt eher zum Schlendern als zum Schwimmen ein – und genau das macht sie so unwiderstehlich.
Der Mythos hat seinen Preis: die Menschenmassen. Ab 11 Uhr spülen die Fähren hunderte Passagiere aus Kissamos an Land. Schatten gibt es so gut wie keinen, und der Wind kann den Sand mitunter kräftig aufwirbeln. Auf dem Sandstreifen reiht sich Liege an Liege, und die Bar oben auf dem Hügel verlangt 12 Euro für einen Cocktail. Ein überlaufenes Balos gleicht dann weniger einem wilden Strand als einem Wasserpark mit Aussicht.
Kommen Sie unbedingt vor 10 Uhr morgens oder nach 16 Uhr, wenn die Boote wieder ablegen und das flache Streiflicht die wahre Schönheit des Ortes enthüllt. Im Mai, Juni oder September sinkt der Andrang um das Zehnfache. Das Licht des späten Nachmittags verwandelt das Wasser in flüssiges Gold. In genau diesen Momenten hält Balos sein Versprechen.
Meine Fotos
© Crète Immersion
Was Sie wissen sollten
- Außergewöhnliche Landschaft, warmes und flaches Wasser
- Gefühl völliger Abgeschiedenheit am frühen Morgen
- Panoramablick vom Parkplatz auf das Kap Tigani
- Lagune bis zum Inselchen zu Fuß begehbar
- Schwierige Pistenauffahrt (häufige Kratzer)
- Überfüllung um die Mittagszeit
- Anstrengender Wiederaufstieg zu Fuß in der Sonne
- Keinerlei Schatten beim Abstieg

Praktischer Tipp
Um die Stimmung wirklich immersiv einzufangen, stellen Sie Ihre Kamera in einer festen Einstellung auf, schweigen Sie – und lassen Sie einfach den Wind und das Plätschern des türkisen Wassers die Geschichte erzählen. Brechen Sie vor 8:30 Uhr auf, geschlossene Schuhe sind Pflicht.
📍 Wo liegt Lagune von Balos
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