Wenn man es gewohnt ist, Daten zu sezieren, Zertifizierungen zu automatisieren oder komplexe finanzielle Risiken zu steuern, treibt einem der griechische Immobilienmarkt den kalten Schweiß auf die Stirn. Mein Werdegang hat mich eine einfache Regel gelehrt: Man unterzeichnet niemals eine Urkunde, ohne die Gegenpartei geprüft zu haben. In Kreta jedoch ist die Gegenpartei bisweilen ein fünfzig Jahre alter Grundbuchtitel, ungenaue Grundstücksgrenzen und ein Kataster, das sich noch im Aufbau befindet.
Ich habe erfahrene Investoren erlebt, die in Nordeuropa anspruchsvolle Immobilienportfolios strukturieren können und hier in die Falle geraten sind – durch illegale Terrassenanbauten oder ungültige Tourismuslizenzen.
Also bin ich das kretische Investment wie ein durchgängiges Zertifizierungsprojekt angegangen. Das Ziel? Das Rauschen (die Sonne, das Meer, die Freundlichkeit der Einheimischen) ausblenden und nur die Kennzahlen behalten: die tatsächlichen Kosten der ENFIA-Steuer, die versteckten Gebühren der EOT-Konformität und die reale Nettorendite einer Kurzzeitvermietungsstrategie. Hier ist der ungefilterte Fahrplan, um kein Trugbild zu kaufen.