
Eine halbe Stunde von Rethymno, ein Dorf über einem grünen Tal, berühmt für seine Quellen: lebendiges Wasser, das überall fließt, unter riesigen Platanen, und Kretas schönste kühle Schatten-Tavernen.
Unter dem unteren Dorf entspringt eine der stärksten Wasserquellen Kretas: Sie bricht aus dem moosigen Fels, stürzt in Kaskaden unter riesigen Platanen und speist eine Reihe kristallklarer Becken. Sie ist so ergiebig, dass sie einen Teil des Trinkwassers von Rethymno liefert. Hier findet man Kühle selbst im Hochsommer — 8 bis 10 Grad unter der Küste — und ein beruhigendes Wasserrauschen, das alles andere übertönt. Die erfrischendste Kulisse der Insel.

Steigen Sie ins obere Dorf, und Sie gehen auf zweitausend Jahren Geschichte: Argyroupoli liegt auf dem Gelände von Lappa, einer mächtigen griechisch-römischen Stadt, die Augustus wieder aufbauen ließ. Zwischen den weiß getünchten Häusern mit blauen Türen und den blumengeschmückten Gassen verbergen sich ein römisches Mosaik, in den Fels gehauene Gräber und eine schöne Kirche. Das Dorf hat seine Seele bewahrt: ein paar Alte im Kafenío, Katzen in der Sonne, ein steiler Blick über das grüne Tal — das Kreta von vor den Reisebussen.

Rund um die Quellen haben einige Familientavernen ihre Tische unter die Platanen gestellt, direkt am Wasser — manche servieren die im fließenden Wasser gleich nebenan gezüchtete Forelle. Man isst einfache, großzügige kretische Küche in kühler Zugluft und einer Kulisse aus rieselndem Grün. Einer der schönsten Mittagshalte Kretas und der Grund Nummer eins für den Umweg: morgens hinauf, das obere Dorf besichtigen, dann zum kühlen Mittagessen wieder hinab.

Im Hinterland von Rethymno, in Westkreta, etwa 27 km (30 Minuten) über eine Asphaltstraße. Leicht mit dem Auto erreichbar, mit Parkplatz am Eingang des unteren Dorfes, nahe den Quellen. Kein 4×4, kein schwerer Fußweg.
Die Quellen und ihre Kaskaden unter den Platanen (das untere Dorf), das obere Dorf auf der antiken Stadt Lappa mit römischem Mosaik, Felsgräbern, weißen Gassen und Kirche, und die Tavernen am Wasser. Rechnen Sie mit einem halben Tag, Mittagessen inklusive.
Das Wasser ist sehr kalt und die Becken flach: Man taucht eher die Füße ein, als wirklich zu schwimmen, und manche Ecken gehören den Tavernen. Es ist vor allem ein Ort der Kühle und des schattigen Mittagessens, kein Flussstrand. Zum Baden eignet sich der nahe Kournas-See besser.
Der Kournas-See (Baden, Tretboote), das Kloster Arkadi und das Töpferdorf Margarites liegen alle unter 40 Minuten entfernt. Argyroupoli ist ein perfekter Halt an einem Tag im Hinterland von Rethymno.
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