
Am Ende einer kleinen ostkretischen Straße eine Handvoll Häuser und Tavernen direkt am Wasser, gegenüber einer minoischen Insel, zu der man schwimmen kann. Hier wählt man den Fang des Tages, und die Zeit steht still.
Gegenüber dem Weiler, etwa 150 Meter draußen, schließt eine felsige Insel die Bucht ab: die minoische Stätte Mochlos. In prähistorischer Zeit war sie über eine Landbrücke mit der Küste verbunden und barg eine der reichsten Siedlungen und Nekropolen der frühen kretischen Bronzezeit. Die Grabungen förderten Goldschmuck und prächtige Steingefäße zutage, heute im Museum von Heraklion. Vom Ufer aus erkennt man noch die Überreste, geduckt im Gestrüpp — Geschichte in Sichtweite, ohne Zaun und ohne Ticket.

Mochlos ist zuallererst eine Handvoll Tavernen direkt an den Wellen, Tische am Kai und Stühle fast im Wasser. Man wählt den Fang des Tages an der Theke — oft am selben Morgen angelandet —, dazu einen griechischen Salat mit gutem Feta, ein paar Mezze, eine Karaffe Wein oder einen frisch gepressten Saft. Gegrillte Dorade oder Rotbarbe, Calamari, der unvermeidliche Teller Gyros für die Kinder: der kretische Tisch in seiner einfachsten und wahrsten Form, mit Blick auf die Insel. Eines der unvergesslichsten Mittagessen im Osten der Insel.

Hier gibt es keinen großen Sandstrand, sondern eine Bucht aus Kieseln und flachem Fels, klares, ins Türkis kippendes Wasser und völlige Ruhe. Gute Schwimmer queren gern zur Insel hinüber (Maske und Badeschuhe empfohlen, das Meer ist meist spiegelglatt) und achten dabei darauf, die archäologische Stätte zu respektieren. Ein blaues Fischerboot schaukelt an der Mooring, eine Katze döst am Kai, und der Nachmittag dehnt sich, ohne dass man die Zeit vergehen sieht. Genau das sucht man in Mochlos.

Mochlos liegt auf dem Weg nach nirgendwo: Man verlässt die Straße Agios Nikolaos–Sitia bei Sfaka und windet sich dann auf einer kleinen Straße hinab zum Meer. Man kommt also mit Absicht hierher, und genau das hält das Dorf frei von Andrang. Rechnen Sie etwa eine Stunde ab Agios Nikolaos. Es lässt sich leicht mit einem Tag im Osten verbinden: die nahe Richtis-Schlucht mit Wasserfall, die Stadt Sitia, der Palmenhain von Vai. Kommen Sie am besten außerhalb von Juli–August für echte Ruhe, und bleiben Sie zum Sonnenuntergang über der Insel.

An der Nordküste Ostkretas, in der Gemeinde Sitia (Lassithi). Man verlässt die Straße Agios Nikolaos–Sitia bei Sfaka und fährt dann auf einer kleinen Straße hinab zum Meer. Rechnen Sie etwa 1 Stunde (50 km) ab Agios Nikolaos und rund dreißig Minuten ab Sitia. Ein Auto ist so gut wie unerlässlich.
Sie ist eine bedeutende minoische Stätte der frühen Bronzezeit, etwa 150 Meter vor der Küste. Einst über eine Landbrücke mit dem Ufer verbunden, barg sie eine reiche Siedlung und eine Nekropole, die Goldschmuck und prächtige Steingefäße hervorbrachten (heute im Museum von Heraklion). Gute Schwimmer können hinüberqueren und dabei die Überreste respektieren.
Ja, in einer Bucht aus Kieseln und flachem Fels mit sehr klarem, ruhigem, durchsichtigem Wasser, direkt vor den Tavernen. Es ist kein großer Sandstrand, sondern ein friedlicher Ankerplatz, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln mit Blick auf die Insel. Badeschuhe sind praktisch.
Verbinden Sie es mit dem übrigen Osten: die Richtis-Schlucht mit Wasserfall (nahebei), die Stadt Sitia und ihre Uferpromenade, der Palmenhain von Vai, die minoische Stätte Gournia auf dem Rückweg. Mochlos ist der perfekte Mittags- und Badestopp eines Tages zur Erkundung Ostkretas.
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