Chania trägt seinen Ruf als venezianisches Juwel zu Recht. Es ist ein Labyrinth aus blumengeschmückten Gassen, in dem jede Fassade von Jahrhunderten Geschichte erzählt.
Chania ist das schlagende Herz von Westkreta. Einen Parkplatz zu finden, gerät in der Hochsaison oft zur Herausforderung und treibt Reisende zu den Parkplätzen am Stadtrand. Doch sobald man zu Fuß unterwegs ist, entfaltet sich der Zauber augenblicklich, kaum dass man die alte venezianische Stadtmauer durchschritten hat. Der sichelförmige alte Hafen, überragt von seinem ägyptischen Leuchtturm aus dem 17. Jahrhundert, spiegelt sich in der Dämmerung in spiegelglattem Wasser.
Am alten venezianischen Hafen bei Sonnenuntergang zu flanieren, ist ein Klischee, das man einfach gern erlebt. Der wahre Reiz aber liegt in den engen Gassen von Splantzia oder Topanas, mit ihren schmiedeeisernen Balkonen, leuchtenden Bougainvilleen und Tavernen, die sich unter Jasmindächern verbergen. Das archäologische Museum, untergebracht in einer ehemaligen venezianischen Kirche, zeigt seltenste minoische Funde. Die 1911 erbaute Markthalle duftet noch immer nach Käse und Oliven.
Die Uferpromenade ist eine Touristenfabrik. Die Kellner der Restaurants sind aufdringlich, und die Preise der Terrassen mit Aussicht stehen oft in keinem Verhältnis zur kretischen Wirklichkeit – und zur Qualität auf dem Teller. Das Parken ist chaotisch und teuer, und die Gassen der Altstadt werden im August nahezu unpassierbar.
Bei Einbruch der Nacht, wenn das gelbe Licht der Laternen auf den verwitterten Fassaden aufglüht, oder ganz früh am Morgen, um die heimkehrenden Fischer zu sehen. Halten Sie sich von den Hauptachsen fern und suchen Sie die kleinen Innenhöfe der Tavernen von Splantzia auf: Dort verbergen sich die wahren kulinarischen Schätze zu unschlagbaren Preisen.
Meine Fotos
© Crète Immersion
Was Sie wissen sollten
- Außergewöhnliche und auf Kreta einzigartige venezianische Architektur
- Romantische Stimmung bei Sonnenuntergang
- Bemerkenswertes gastronomisches Angebot abseits der Uferpromenade
- Überdachte Markthalle und authentische Märkte
- Chaotisches und teures Parken
- Touristenfallen-Restaurants am Hafen
- Sehr enge Gassen im August
- Hohe Preise, sobald man Hafenblick hat
Praktischer Tipp
Filmen Sie die Gassen ganz früh am Morgen in der Ich-Perspektive. Das Fehlen der Menschenmassen und die Stille der erwachenden Stadt schaffen eine weit stärkere visuelle Erinnerung als ein überfülltes Selfie zur Mittagszeit.
📍 Wo liegt Chania — Altstadt
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