
Über Agios Nikolaos ein großes Bergdorf mit weißen, blumengeschmückten Gassen, berühmt für seine Stickerei, die byzantinischen Fresken von Panagia Kera und die antike Stadt Lato gleich darüber.
An die Hänge des Dikti geklammert, über dem Golf von Mirabello, ist Kritsa eines der größten und ältesten Dörfer der Insel — und eines der fotogensten. Man verliert sich in einem Labyrinth weißer Treppengassen, zwischen blauen Türen, Weinlauben, Bougainvillea und Katzen in der Sonne. Es ist auch ein Dorf der Handwerkerinnen: handgewebte und bestickte Stoffe hängen an den Fassaden und werden direkt aus der Werkstatt verkauft. Man setzt sich in ein Café unter die große Platane und versteht schnell, warum Kritsa als Filmkulisse diente.

Kritsa lebt das ganze Jahr über, und das spürt man am Tisch: Die Dorftavernen, im Schatten von Reben und Platanen, servieren ehrliche, günstige kretische Küche — Moussaka, Lamm, Dakos, Gemüse aus dem Garten, Wein aus der Gegend. Man isst hier weit besser, und für weit weniger, als an der nahen Uferpromenade von Agios Nikolaos. Nehmen Sie sich Zeit für ein langes Mittagessen unter der Weinlaube und danach einen griechischen Kaffee: Hier ist die Lebensart keine Inszenierung für Touristen, sondern Alltag.

Einen Kilometer vom Dorf entfernt, zwischen Olivenbäumen, birgt die kleine byzantinische Kirche Panagia Kera, was viele für Kretas schönste und besterhaltene Fresken halten (13.–14. Jahrhundert): ein Ensemble von seltenem Reichtum, ein absolutes Muss. Ein paar Kilometer höher breitet die antike dorische Stadt Lato ihre Ruinen über einem Sattel zwischen zwei Gipfeln aus, mit einem Tiefblick auf Agios Nikolaos und den Golf von Mirabello — eine der besterhaltenen antiken Stätten Griechenlands, und selten überlaufen. Ein Hinweis für Cineasten: In Kritsa drehte Jules Dassin 1957 Celui qui doit mourir.
Direkt über dem Dorf öffnet sich die Kritsa-Schlucht: zwei enge Kalksteinwände, ein Kieselbett, im Frühling blühende Oleander und fast niemand. Viel weniger besucht als die Samaria, begeht man sie im eigenen Tempo, zwischen Wandern und einigen gesicherten Kletterpassagen für Liebhaber. Der ideale Ausflug als Ergänzung zum Kulturbesuch: ein, zwei Stunden in der Kühle, in einer spektakulären Felslandschaft, bevor man zum Mittagessen ins Dorf hinabsteigt.

In Lassithi, Ostkreta, etwa 11 km westlich von Agios Nikolaos (20 Minuten über eine einfache Straße), an den Hängen des Berges Dikti. Ein idealer Halbtagesausflug ab Agios Nikolaos oder Elounda; ein Auto wird empfohlen.
Aus drei Gründen: Es ist eines der größten und ältesten Dörfer Kretas, mit sehr fotogenen weißen Gassen und einer Tradition der Stickerei und Weberei; die byzantinische Kirche Panagia Kera birgt die schönsten Fresken der Insel; und die antike dorische Stadt Lato beherrscht das Tal gleich darüber.
Eine kleine byzantinische Kirche etwa 1 km vom Dorf entfernt, zwischen Olivenbäumen, geschmückt mit Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die als Kretas schönste und besterhaltene gelten. Der Eintritt ist kostenpflichtig (wenige Euro), der Besuch kurz, aber unvergesslich.
Die antike Stadt Lato (dorische Ruinen mit Blick auf den Golf von Mirabello), Agios Nikolaos und seinen Voulismeni-See, die Kritsa-Schlucht für eine kühle Wanderung und weiter entfernt die Festungsinsel Spinalonga. Kritsa und Lato lassen sich leicht an einem Vormittag verbinden.
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