Ein in der Zeit erstarrtes Fischerdorf, umringt von schroffen Felswänden und umspült vom Libyschen Meer, wo das einzige Geräusch das der Wellen ist.
Das völlige Fehlen von Autos und Straßen schafft eine unwirkliche Atmosphäre. Man erreicht das Dorf nur per Fähre von Chora Sfakion oder nach einer beschwerlichen Wanderung. Die weiß-blauen Fassaden erinnern an die Kykladen, doch die Seele ist unbändig kretisch. 30 Gehminuten über einen schwindelerregenden Pfad liegt Glyka Nera (Sweet Water Beach), wo eiskaltes Süßwasser direkt aus den Kieseln am Strand hervorquillt.
Loutro verdankt seine Existenz seiner hufeisenförmigen Bucht, einer der wenigen von Natur aus geschützten Ankerplätze der gesamten Südküste. Dieser Zufluchtsort machte es schon in der Antike zum Hafen: Auf der Landzunge lag Phoinix, der in der Apostelgeschichte erwähnte Anlegeplatz, und noch heute lassen sich die Überreste eines kleinen venezianischen Forts auf den Felsen erahnen. Über dem Dorf beherrscht das Hochplateau von Anopoli – Heimat des Daskalogiannis, Anführer des Aufstands von 1770 – das Meer um mehrere Hundert Meter.
Das Dorf ist vor allem das Basislager der Wanderer auf dem E4-Fernwanderweg, der hier der Küste folgt. Nach Westen führen zwei Gehstunden zum Strand von Marmara, an der Mündung der Aradena-Schlucht, die eine schwindelerregende Eisenbrücke überspannt. Nach Osten erreicht derselbe Pfad Glyka Nera und dann Chora Sfakion; wer weiter nach Westen zieht, gelangt nach Agia Roumeli, dem Ausgang der Samaria-Schlucht. Viele verbinden so Samaria, Loutro und Sfakia zu einer Runde von zwei oder drei Tagen, mit der Fähre als rotem Faden.
Nach Loutro kommt man nicht für eine Stunde – man übernachtet hier. Wenn die Nacht hereinbricht und die letzte Fähre abgelegt hat, schrumpft die Uferpromenade auf eine Reihe von Tavernen, in denen der Fang des Tages serviert wird, die Füße fast im Wasser. Alles kommt per Boot – Lebensmittel, Wasser, sogar Baumaterial – und Bootstaxis fahren die benachbarten Buchten an, für alle, die einen Strand für sich allein wollen. Es ist diese erzwungene Langsamkeit, ohne Motor und ohne Hupe, die den ganzen Reiz des Ortes ausmacht.
Was Sie wissen sollten
- Ein Refugium absoluter Ruhe
- Kristallklares Wasser
- Keine Autos, keine Straßen: völlige Stille
- Die Anreise (per Boot) erfordert Planung
- Im Sommer sind die kleinen Hotels heiß begehrt
Praktischer Tipp
Buchen Sie Ihre Unterkunft im Sommer weit im Voraus. Für Glyka Nera brechen Sie früh auf und nehmen Sie Wasser mit: Der Pfad ist schwindelerregend und ohne Schatten.
📍 Wo liegt Loutro & Sweet Water Beach
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