
Alle machen die Samaria. Hier sind vier geprüfte Schluchten, eine für jede Stimmung — die leichte, der Wasserfall, die nervenaufreibende und der tausendjährige Wald — mit den echten Zahlen und der Logistik, die niemand erklärt.
Das „leichte Samaria“ und der beste Einstieg. Schattig, gut markiert, keine schwindelerregenden Stellen, fast ganzjährig geöffnet. Der Abstieg (500 m gegenüber 1.250 m in der Samaria) schont die Knie; Ausstieg an der Taverne Oasis, dann Sougia mit seinem Kiesstrand.
Detailseite ↗Der Wasserfall, den niemand sucht. Das grüne, feuchte Herz Ostkretas: alte Wassermühlen, Platanen, ein Bach, der selbst im Sommer fließt — und ein rund 25 m hoher Fall, der nie versiegt. Der Pfad endet am wilden Kiesstrand von Richtis, im Schatten der Tamarisken.
Detailseite ↗Die Schlucht für den Nervenkitzel. Man steigt von der schwindelerregenden Aradena-Brücke ein (138 m, Bungee-Plattform) auf felsigem Grund, mit einer Passage aus in den Fels verankerten Eisenleitern — über einen Pfad rechts umgehbar, wenn man Ausgesetztheit scheut. Ausstieg am Strand von Marmara, dann Loutro oder Chora Sfakion über den E4 oder per Wassertaxi.
Detailseite ↗Der tausendjährige Wald, fern vom Meer. Start am Votomos-See (400 m) über Zaros, Aufstieg zur Kapelle Agios Nikolaos und zu einem der schönsten Steineichenwälder Kretas — riesige Bäume, manche tausend Jahre alt, an den Hängen des Psiloritis. Steiniger, fordernder Grund, aber Schatten und Kühle, wie es sie sonst nirgends auf der Insel gibt.
Detailseite ↗16 km, 1.250 m Abstieg, Reisebusse ab 7 Uhr und nur ein Fenster von Mai bis Oktober: Die Samaria hat sich ihren Ruf verdient, ist aber weder die einzige Schlucht Kretas noch die klügste. Die Insel hat Dutzende. Die vier unten decken jedes Profil ab — die Familie für einen leichten Weg, den Fotografen auf der Suche nach einem Wasserfall, den Nervenkitzel-Sucher und alle, die Waldschatten fern der Menge wollen. Keine verlangt eine Reservierung.

Eine Schlucht geht man bergab: Man kommt nicht dort heraus, wo das Auto steht. Drei Lösungen, immer dieselben. 1) Das Wassertaxi: In Sfakia (Aradena, Ausstieg Marmara) verbinden Boote Marmara/Loutro mit Chora Sfakion. 2) Der KTEL-Bus: Agia Irini geht bestens ab Chania, mit Rückbus ab Sougia. 3) Die Runde: Rouvas kehrt zum Start zurück — die einzige, die die Frage umgeht. Goldene Regel: Prüfen Sie das letzte Boot oder den letzten Bus VOR dem Abstieg, nie danach. Nehmen Sie 2 Liter Wasser pro Person, echte geschlossene Schuhe (die Schluchten sind steinig und rutschig) und starten Sie früh.

Agia Irini bei Sougia (West). 7,5 km sanfter, schattiger Abstieg, etwa 500 m Gefälle (gegenüber 1.250 m in der Samaria), keine schwindelerregenden Stellen und kindertauglich. Sie ist fast ganzjährig geöffnet, anders als die Samaria (Mai–Oktober).
Ja: den Richtis-Wasserfall in der Richtis-Schlucht (Ostkreta, bei Sitia). Rund 25 m hoch, fließt er dank der Quellen der Gegend ganzjährig — einer der wenigen der Insel, der im Sommer nicht versiegt. Die meisten anderen kretischen „Wasserfälle“ sind saisonal (Spätwinter und Frühling).
Für Richtis und Rouvas, die abgelegener sind, dringend empfohlen. Agia Irini wird von KTEL-Bussen ab Chania bedient (Rückfahrt ab Sougia), und Aradena in Sfakia lässt sich mit den Wassertaxis der Südküste kombinieren. Da man eine Schlucht bergab geht, planen Sie den Rückweg (Boot, Bus oder Runde) immer vor dem Start.
Die in den Fels verankerten Eisenleitern wirken einschüchternd, sind aber solide; vor allem umgeht ein Alternativpfad rechts sie vollständig. Die eigentliche Herausforderung von Aradena ist der lose, felsige Grund: gute Schuhe und ein sicherer Tritt genügen. Bei Regen oder Sturzflut meiden.
Diese Schluchten liegen verstreut von West nach Ost. Unser Generator verbindet sie mit den Stränden, den Dörfern und dem richtigen Tempo — nach Ihren Tagen und Ihrem Niveau.
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